Blehers Rotkopfsalmler Hemigrammus bleheri

Bezeichnungen

Namen und Synonyme
Deutscher Name
Blehers Rotkopfsalmler
Wissenschaftlicher Name
Hemigrammus bleheri
Synonyme
Rotkopfsalmler

Systematik

Einteilung in Gruppen
Klasse
Fische (Pisces)
Ordnung
Salmlerartige (Characiformes)
Familie
Echte Salmler (Characidae)
Alle Salmler anzeigen

Merkmale

Besonderheiten dieser Art
Größe
5cm
Lebenserwartung
Bis zu 10 Jahre
Geschlechtsunterschiede
Weibchen sind fülliger
Herkunft
Südamerika, Rio Negro Becken, Brasilien Rio Vaupes Becken in Kolumbien
Biotop
langsam fließende Schwarzwasser Bäche
Nachzucht
Freilaicher

Haltung

Infos zur Haltung im Aquarium
Futter
Lebend- und Trockenfutter
Beckengröße
Breite ab 80cm / Volumen ab 112l
Beckenbereich
unten / mitte
Sozialverhalten
Schwarmfisch (ab 10 Tiere)

Wasserwerte

Die wichtisten Wasserwerte
Wassertemperatur
23 - 31 °C
pH-Wert
5.5 - 6.5
Karbonathärte
unter 7 °dKH
Gesamthärte
2 - 10 °dGH

Der Rotkopfsalmler, auch Blehers Rotkopfsalmler, ist ein beliebter Zierfisch aus Südamerika. Sein auffällig gefärbter roter Kopf und die schwarz, weiß gestreifte Schwanzflosse verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen.

In diesem Ratgeber erfährst du alle Besonderheiten und Merkmale von Rotkopfsalmlern und was es bei der Haltung, und Vergesellschaftung zu beachten gibt.

Allgemeine Informationen

Herkunft & Lebensraum

Der Rotkopfsalmler kommt aus Südamerika, genauer gesagt aus Kolumbien und Brasilien. Dort bewohnt er fließende Gewässer mit geringer Strömung. Meistens hält er sich an flachen, ufernahen Stellen auf.

Aussehen

Der Rotkopfsalmler hat eine silberne Grundfärbung. Wie der Name schon verrät, ist der Kopf in einem kräftigen rot gefärbt. Der Rotkopfsalmler hat eine auffällige schwarz-weiß gestreifte Schwanzflosse.

Geschlechtsunterschiede

Die Geschlechtsunterschiede sind nur sehr schwer zu erkennen. Ausgewachsene Weibchen sind in der Regel etwas fülliger als die Männchen. Weitere Unterschiede lassen sich äußerlich nicht erkennen.

Verhalten

Rotkopfsalmler sind gute und aktive Schwimmer. Da sie friedliche und gesellige Fische sind, eignen sie sich gut für Gesellschaftsbecken. Von hektischen und aufdringlichen Fischarten fühlen sie sich belästigt.

Haltung im Aquarium

Wie die meisten Salmlerarten ist der Rotkopfsalmler ein Schwarmfisch. Für die Haltung ist ein Schwarm mit mindestens 10, besser 15 Tieren nötig. Je größer der Schwarm, desto sicherer fühlen sich die Rotkopfsalmler und desto besser kommt ihre gesamte Schönheit zur Geltung.

Fütterung

In der Natur ernähren sich Rotkopfsalmler vor allem von kleinen Wirbellosen. Im Aquarium können Rotkopfsalmler mit hochwertigem und nicht zu grobem Trockenfutter gefüttert werden. Die Fütterung mit Lebend- und Frostfutter, wie Artemia oder Mückenlarven, kommt der natürlichen Ernährungsweise näher, ist aber auch mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Dafür zeigen Rotkopfsalmler, die mit Lebendfutter gefüttert, werden eine kräftigere und schönere Färbung. Viele Aquarianer verwenden Trockenfutter als Hauptfutter und verfüttern ein bis zwei mal Lebend- oder Frostfutter in der Woche.

Wasserwerte

Der Rotkopfsalmler fühlt sich in weichem und leicht saurem Wasser wohl. In seiner Heimat lebt der Rotkopfsalmler in Schwarzwasserflüssen. Ideal ist die Haltung in einem Schwarzwasser Biotop Aquarium, aber auch im Klarwasser kann er sich wohlfühlen. Rotkopfsalmler reagieren sehr empfindlich auf mit Nitrit und Nitrat belastetes Wasser. Daher sollte man mindestens einmal pro Woche einen Teilwasserwechsel und Wassertests durchführen.

Das perfekte Aquarium

Beckengröße

Rotkopfsalmler sind sehr gute und aktive Schwimmer. Damit sie genug freien Schwimmraum haben, ist eine Aquarium Breite von mindestens 100 cm und ein Volumen von 180 Litern nötig.

Einrichtung

Die Aquarium Einrichtung sollte sich am natürlichen Lebensraum des Rotkopfsalmlers orientieren. Als Bodengrund eignet sich dunkler Sand oder Kies. Rotkopfsalmler fühlen sich in eher dunklen, schattigen Bereichen wohl. Dazu kann man die Beleuchtung etwas dimmen oder einige Schwimmpflanzen einsetzen, die das Licht abschirmen. Zur Strukturierung des Aquarium bieten sich Steine und Wurzeln aus Moorkien- oder Mangrovenholz an. Es sollte nur eine geringe Strömung vorhanden sein.

Bepflanzung

Das Aquarium sollte dicht bepflanzt werden. Es sollten sowohl feinfiedrige, als auch breitblättrige Pflanzen eingesetzt werden. Wie schon erwähnt, eignen sich Schwimmpflanzen um einige schattige Plätze zu schaffen. Neben stellenweise dichter Bepflanzung sollte genug freier Schwimmraum vorhanden sein.

Vergesellschaftung

Rotkopfsalmler sind friedliche und gesellige Fische. Sie eignen sich gut für die Vergesellschaftung mit anderen, ähnlich großen Zierfischen aus Südamerika. Die Vergesellschaftung mit Diskusfischen und Skalaren kann dazu führen, dass sich die Rotkopfsalmler unsicher fühlen und schreckhaft werden. Besser eignen sich kleinere Buntbarsche, Bärblinge, Panzerwelse oder andere kleine und mittelgroße Salmlerarten.

  • Welse: Harnisch- oder Panzerwelse
  • Bärblinge: z.B. Keilfleckbärblinge oder Zebrabärbling
  • kleinere Buntbarsche: z.B. Schmetterlingsbuntbarsche
  • andere Salmlerarten: z.B. Trauermantelsalmler oder Roter Neon

Verwechslungsgefahr

Es gibt mehrere Arten der Rotkopf- und Rotmaulsalmler, die sich sehr ähnlich sehen. Der "Blehers Rotkopfsalmler" (Hemigrammus bleheri) ist in der Aquaristik am beliebtesten. Die Arten Rotmaulsalmler (Hemigrammus rhodostomus) und Georgies Rotkopfsalmler (Hemigrammus georgiae) sehen dem Belehers Rotkopfsalmler sehr ähnlich, sind aber etwas blasser und nur selten in der Aquaristik zu finden. Die Haltung und Pflege der drei Arten unterscheidet sich nicht.

Fortpflanzung

Rotkopfsalmler sind Offenbrüter. Die Fortpflanzung gelingt nur in einem speziell eingerichteten Laichbecken. Im Gesellschaftsbecken geht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Vermehrung gegen Null.

Da Rotkopfsalmler Laichräuber sind, ist ein Laichrost im Ablaichbecken hilfreich. Für die Nachzucht von Rotkopfsalmlern ist eine Menge Geduld gefragt, da sie eher selten und nur bei bestimmten Wasserwerten ablaichen. Die Eier schlüpfen nach 20 bis 30 Stunden. Nach ca. einer Woche können die Jungfische frei schwimmen. Als Aufzuchtfutter verwendet man Artemia Nauplien oder kleingeriebenes Flockenfutter.


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