Blehers Rotkopfsalmler Hemigrammus bleheri
Bezeichnungen
Namen und Synonyme
Systematik
Einteilung in Gruppen
Merkmale
Besonderheiten dieser Art
Haltung
Infos zur Haltung im Aquarium
Wasserwerte
Die wichtigsten Wasserwerte
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Der Rotkopfsalmler, auch Blehers Rotkopfsalmler, ist ein beliebter Zierfisch aus Südamerika. Sein auffällig gefärbter roter Kopf und die schwarz, weiß gestreifte Schwanzflosse verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen.
In diesem Ratgeber erfährst du alle Besonderheiten und Merkmale von Rotkopfsalmlern und was es bei der Haltung, und Vergesellschaftung zu beachten gibt.
Allgemeine Informationen
Herkunft & Lebensraum
Der Rotkopfsalmler kommt aus Südamerika, genauer gesagt aus Kolumbien und Brasilien. Dort bewohnt er fließende Gewässer mit geringer Strömung. Meistens hält er sich an flachen, ufernahen Stellen auf.
Aussehen
Der Rotkopfsalmler hat eine silberne Grundfärbung. Wie der Name schon verrät, ist der Kopf in einem kräftigen rot gefärbt. Der Rotkopfsalmler hat eine auffällige schwarz-weiß gestreifte Schwanzflosse.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechtsunterschiede sind nur sehr schwer zu erkennen. Ausgewachsene Weibchen sind in der Regel etwas fülliger als die Männchen. Weitere Unterschiede lassen sich äußerlich nicht erkennen.
Verhalten
Rotkopfsalmler sind gute und aktive Schwimmer. Da sie friedliche und gesellige Fische sind, eignen sie sich gut für Gesellschaftsbecken. Von hektischen und aufdringlichen Fischarten fühlen sie sich belästigt.
Haltung im Aquarium
Wie die meisten Salmlerarten ist der Rotkopfsalmler ein Schwarmfisch. Für die Haltung ist ein Schwarm mit mindestens 10, besser 15 Tieren nötig. Je größer der Schwarm, desto sicherer fühlen sich die Rotkopfsalmler und desto besser kommt ihre gesamte Schönheit zur Geltung.
Fütterung
In der Natur ernähren sich Rotkopfsalmler vor allem von kleinen Wirbellosen. Im Aquarium können Rotkopfsalmler mit hochwertigem und nicht zu grobem Trockenfutter gefüttert werden. Die Fütterung mit Lebend- und Frostfutter, wie Artemia oder Mückenlarven, kommt der natürlichen Ernährungsweise näher, ist aber auch mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Dafür zeigen Rotkopfsalmler, die mit Lebendfutter gefüttert, werden eine kräftigere und schönere Färbung. Viele Aquarianer verwenden Trockenfutter als Hauptfutter und verfüttern ein bis zwei mal Lebend- oder Frostfutter in der Woche.
Wasserwerte
Der Rotkopfsalmler fühlt sich in weichem und leicht saurem Wasser wohl. In seiner Heimat lebt der Rotkopfsalmler in Schwarzwasserflüssen. Ideal ist die Haltung in einem Schwarzwasser Biotop Aquarium, aber auch im Klarwasser kann er sich wohlfühlen. Rotkopfsalmler reagieren sehr empfindlich auf mit Nitrit und Nitrat belastetes Wasser. Daher sollte man mindestens einmal pro Woche einen Teilwasserwechsel und Wassertests durchführen.
Das perfekte Aquarium
Beckengröße
Rotkopfsalmler sind sehr gute und aktive Schwimmer. Damit sie genug freien Schwimmraum haben, ist eine Aquarium Breite von mindestens 100 cm und ein Volumen von 180 Litern nötig.
Einrichtung
Die Aquarium Einrichtung sollte sich am natürlichen Lebensraum des Rotkopfsalmlers orientieren. Als Bodengrund eignet sich dunkler Sand oder Kies. Rotkopfsalmler fühlen sich in eher dunklen, schattigen Bereichen wohl. Dazu kann man die Beleuchtung etwas dimmen oder einige Schwimmpflanzen einsetzen, die das Licht abschirmen. Zur Strukturierung des Aquarium bieten sich Steine und Wurzeln aus Moorkien- oder Mangrovenholz an. Es sollte nur eine geringe Strömung vorhanden sein.
Bepflanzung
Das Aquarium sollte dicht bepflanzt werden. Es sollten sowohl feinfiedrige, als auch breitblättrige Pflanzen eingesetzt werden. Wie schon erwähnt, eignen sich Schwimmpflanzen um einige schattige Plätze zu schaffen. Neben stellenweise dichter Bepflanzung sollte genug freier Schwimmraum vorhanden sein.
Vergesellschaftung
Rotkopfsalmler sind friedliche und gesellige Fische. Sie eignen sich gut für die Vergesellschaftung mit anderen, ähnlich großen Zierfischen aus Südamerika. Die Vergesellschaftung mit Diskusfischen und Skalaren kann dazu führen, dass sich die Rotkopfsalmler unsicher fühlen und schreckhaft werden. Besser eignen sich kleinere Buntbarsche, Bärblinge, Panzerwelse oder andere kleine und mittelgroße Salmlerarten.
- Welse: Harnisch- oder Panzerwelse
- Bärblinge: z.B. Keilfleckbärblinge oder Zebrabärbling
- kleinere Buntbarsche: z.B. Schmetterlingsbuntbarsche
- andere Salmlerarten: z.B. Trauermantelsalmler oder Roter Neon
Verwechslungsgefahr
Es gibt mehrere Arten der Rotkopf- und Rotmaulsalmler, die sich sehr ähnlich sehen. Der "Blehers Rotkopfsalmler" (Hemigrammus bleheri) ist in der Aquaristik am beliebtesten. Die Arten Rotmaulsalmler (Hemigrammus rhodostomus) und Georgies Rotkopfsalmler (Hemigrammus georgiae) sehen dem Belehers Rotkopfsalmler sehr ähnlich, sind aber etwas blasser und nur selten in der Aquaristik zu finden. Die Haltung und Pflege der drei Arten unterscheidet sich nicht.
Fortpflanzung
Rotkopfsalmler sind Offenbrüter. Die Fortpflanzung gelingt nur in einem speziell eingerichteten Laichbecken. Im Gesellschaftsbecken geht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Vermehrung gegen Null.
Da Rotkopfsalmler Laichräuber sind, ist ein Laichrost im Ablaichbecken hilfreich. Für die Nachzucht von Rotkopfsalmlern ist eine Menge Geduld gefragt, da sie eher selten und nur bei bestimmten Wasserwerten ablaichen. Die Eier schlüpfen nach 20 bis 30 Stunden. Nach ca. einer Woche können die Jungfische frei schwimmen. Als Aufzuchtfutter verwendet man Artemia Nauplien oder kleingeriebenes Flockenfutter.
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